proGesundheit Ausgabe 11 - page 18

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Die Invisalign-Schiene – die unsichtbare Zahnspange
Weichmacher schädigen Zahnschmelz
Zahnmedizin
Metallfrei und dezent können heute Zahn-
fehlstellungen korrigiert werden. Die „In-
visalign – Zahnspange“ wird regelmäßig
gewechselt und verschiebt so Schritt für
Schritt Zähne in die richtige Richtung. Dr.
Matthias Kage und sein Kollege Dr. Jan Erik
Jansohn aus der Praxis Dres. Kage und von
Alven beraten zum Thema Zahnfehlstel-
lungen, die zunehmend auch Erwachsene
beheben lassen möchten.
Schiefe Zähne sind ein Problem, das nicht
nur bei Kindern und Jugendlichen auftritt,
sondern auch im fortgeschrittenem Alter.
Das Ergebnis macht dann keinen guten
Eindruck, so manchen hindert es sogar am
Lachen. Ein problematischer Zahnstand ist
in unserer von Ästhetik geprägten Welt für
viele nicht akzeptabel. Die zahnärztlichen
Praxen der Dres. Kage und von Alven in Groß
Hehlen und Lachendorf bieten Ihren Patien-
tinnen und Patienten deshalb nun die Mög-
lichkeit einer dezenten Zahnkorrektur, die
auch im Erwachsenenalter fast unbemerkt
durchgeführt werden kann.
proGesundheit:
Was unterscheidet die un-
sichtbare Zahnspange Invisalign von her-
kömmlichen festsitzenden Zahnspangen?
Dr. Matthias Kage:
Die Invisalign-Zahnspan-
ge besteht aus einer hauchdünnen durch-
sichtigen Plastikschiene, die immer imMund
bleibt und nur zum Essen herausgenommen
wird. Die Zahnbewegung erfolgt nicht über
Metalldrähte, sondern über den Wechsel der
Invisalign-Schienen in regelmäßigen Ab-
ständen. Je nach Umfang der Zahnkorrektur
werden dann mehrere Monate lang neue
Schienen benutzt, die die Zähne sanft in die
gewünschte Richtung schieben. Man kann
die Zähne normal reinigen und hat keine stö-
renden Metalldrähte im Mund und kann sie
immer herausnehmen, wenn man möchte.
proGesundheit:
Wie lange dauert die Be-
handlung und für wen ist die Invisalign-
Zahnschiene geeignet?
Dr. Jan Erik Jansohn:
Wie lange eine Be-
handlung mit der Invisalign-Schiene dauert,
hängt vom Schwierigkeitsgrad der Fehlstel-
lung ab. Prinzipiell kann jeder Patient eine
solche Zahnspange tragen, vom Teenager
bis zum Erwachsenen. Meist sind vom Trage-
komfort besonders die Erwachsenen begeis-
tert, denn auf beinahe unbemerkte Weise
schiefe Zähne zu begradigen, ohne dass es
der Umwelt auffällt, überzeugt viele unserer
Patienten.
proGesundheit:
Ist die Behandlung schmerz-
haft und wird die Aussprache beeinträch-
tigt?
Dr. Matthias Kage:
Im ersten Moment kön-
nen Spannungen auftreten, die geben sich
meist schnell. Wenn man abends mit der
neuen Zahnspange beginnt, hat sich über
Nacht bereits etwas bewegt und dann geht
es immer leichter. Was die Aussprache be-
trifft, gibt es eine kurze Eingewöhnungszeit.
Doch meist nehmen die Patienten die leich-
ten Beeinträchtigungen in Anbetracht des
Zieles in Kauf, denn am Ende steht ein ästhe-
tisch ansprechendes Ergebnis. Je makelloser
die Zähne, desto attraktiver ist das Lächeln.
Gabriela Teichmann
Dr. Matthias Kage, Dr. Saskia von Alven, Dr. Jan Erik Jansohn
Der Weichmacher Bisphenol A (BPA) wird vie-
len Plastikverpackungen und Behältern bei-
gemischt. Nun wiesen Wissenschaftler nach,
dass er den Zahnschmelz nachhaltig und irre-
versibel schädigen kann.
Lebensmittelverpackungen, Plastikdosen, Ge-
tränkebehälter – sie alle enthaltenBPA. Untersu-
chungen haben ergeben, dass dieser Weichma-
cher unangenehme Nebenwirkungen haben
kann. Bereits geringe Konzentrationen wirken
ähnlich wie weibliche Östrogene und können
Entwicklungsstörungen, neurologische Schä-
den, ein schwaches Immunsystem, ein erhöhtes
Krebsrisiko, speziell bei Brustkrebs, Verhaltens­
auffälligkeiten, Unfruchtbarkeit bei Männern,
Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Pro-
bleme hervorrufen.
Bei Kindern wirkt sich BPA negativ auf die Bil-
dung des Zahnschmelzes aus. Die Kinderzähne
werden brüchig, fleckig und schmerzempfind-
lich. Wissenschaftler vermuten, dass dies an den
freigesetzten Bestandteilen der Trinkflaschen
liegen könnte, besonders bei Dauernuckeln.
Alte Trinkflaschen wegwerfen
Vorsicht ist bei älteren Fläschchen geboten,
bis 2011 durften BPA-haltige Fläschchen
noch verkauft werden. Beim Kauf sollte man
auf den Hinweis „bpa-frei“ oder „bpa free“
achten. Oder lieber gleich ein Glasflasche
kaufen.
Gabriala Teichmann
Foto: Roman Thomas
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